Oberbank-Forum fest in weiblicher Hand - Oberbank
08.03.2018 ‐ Eventnachbericht

Oberbank-Forum fest in weiblicher Hand

Bei weitem nicht nur Damen, sondern auch viele Herren hatten sich am Montag, den 5. März 2018 anlässlich des Internationalen Frauentags zur Lesung der bekannten Mimin Jutta Speidel in der Veranstaltungshalle eingefunden.

Im Bild (v.l.n.r.): Franz Gasselsberger (Generaldirektor der Oberbank), Jutta Speidel (Schauspielerin), Christine Haberlander (Landesrätin für Bildung, Frauen und Gesundheit) und Margit Angerlehner (Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft).

 

Weiter Weg bis Gleichstellung

Generaldirektor Franz Gasselsberger ist davon überzeugt, dass Frauen die Oberbank bunter, liebenswerter und erfolgreicher machen.

Bis 2020 sollen 40 Prozent aller neu ernannten Führungskräfte der Oberbank weiblich sein, deshalb müssen wir uns intensiv damit auseinandersetzen, wie wir die Karrierechancen von Frauen deutlich verbessern können

, so der Gastgeber. 2016 wurde dieses Ziel schon erreicht – wie ist aber die Vorgabe dauerhaft zu schaffen? Neben einem breiten Maßnahmenbündel im Rahmen des Oberbank-Projekts "Zukunft Frau 2020" und der freiwilligen Quotenregelung sei es auch wichtig, die Sensibilisierung für das Thema voranzutreiben.

 

Auch Politik und Interessensvertretung gefragt

Frauenlandesrätin Christine Haberlander bekräftigte, dass die Politik ebenfalls gefordert sei:

Mit der OÖ Frauenstrategie 2030 sind in Regionalforen und Workshops rund 440 Experten, Politiker sowie Frauen aus allen gesellschaftlichen Bereichen eingebunden, um die Anliegen der Frauen nicht nur von oben herab zu bestimmen.

Außerdem wird in der voestalpine Stahlwelt mit einem Unternehmerinnenkongress im April die größte Netzwerkveranstaltung von Frau in der Wirtschaft stattfinden. Deren Vorsitzende Margit Angerlehner gab zu bedenken:

Frauen sind zwar mittlerweile Bildungskaiser, gelangen aber immer noch viel zu selten an die Spitze eines Unternehmens.

Emanzipation auf den Schultern von Kämpfernaturen

Jutta Speidel, die renommierte deutsche Film- und Fernsehdarstellerin, verstand es, mit Auszügen aus dem Roman "Die Suffragetten" die mutigen Frauen von damals wieder auferstehen zu lassen. Trotz Spott, Verhaftung und sogar Folter erhoben sie unerschrocken ihre Stimme und prangerten die Benachteiligung ihres Geschlechts an. Die Autorin Antonia Meiners spannt dabei den Bogen von den Anfängen der Frauenbewegung zur Zeit der Französischen Revolution bis in die Gegenwart. Bei gleicher Zielsetzung präsentierten sich die Galionsfiguren charakterlich verschieden: So proklamierte die Schriftstellerin Olympe de Gouges 1791 die Rechte der Frau und Bürgerin. Ein Gericht verurteilte Susan Brownell Anthony, weil sie 1872 ihre Stimme zur US-Präsidentschaftswahl unrechtmäßig abgegeben hatte. Victoria Woodhull, Journalisitn, Zeitungsverlegerin, Finanzmaklerin und Spiritistin kandidierte als erste Frau für das oberste Amt in den USA. Die deutsche Hedwig Dohm setzte ihren Geist und Witz als Waffe gegen die Vorurteile und Klischees in Bezug auf Frauen ein. Rosa Luxemburg wiederum kritisierte die Ausbeutung weiblicher Arbeitskräfte.

Musikalisch beschwingte den Abend das Katrin Weber Duo mit Jazz- und Latin-Klängen.

 

 

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