20.02.2020 ‐ Finanzmarkt aktuell

Neue Höchst-Stände von Gold in Euro

Mit Feuer prüft man Gold, mit Schwierigkeiten die Entschlossenheit.

- Chinesisches Sprichwort

Der Marktpreis für eine Unze Gold kletterte am 19. Februar auf 1486 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall, notiert in Euro, schon gut acht Prozent an Wert zugelegt. Der von vielen Analysten erwartete Jahreshöchst-Wert von 1600 US-Dollar pro Unze wurde damit schon im Februar überschritten.

 

Der vorliegende Chart zeigt die Entwicklung des Goldpreises in EURO der letzten 20 Jahre:

 

 

Als Faktoren, die den starken Anstieg des Goldes in den ersten zwei Monaten des heurigen Jahres erklären, lohnt sich der Blick auf das aktuelle Welt-Geschehen:

 

Corona Virus        
Mit  aktuell über 2000 Toten bei rund 74000 bestätigten Infektionen (Stand 19. Februar 2020, Quelle: WHO) ist der neuartige Corona-Virus ein möglicherweise noch unterschätzter Faktor. Der Anteil von Chinas Wirtschaft an der globalen Produktion ist seit 2002 (dem Ausbruch der „SARS“ Epidemie) deutlich gestiegen. Dies führt zur Annahme, dass das Corona-Virus stärkere Dellen in der Weltkonjunktur hinterlassen könnte als sein „Vorgänger“ SARS. Gewinnrückgänge im Elektronik-, Automobil- Tourismus- und Konsumsektor wären eine logische Folge. Die großen Notenbanken würden auf ein sich eintrübendes Umfeld mit Stimuli reagieren. In diesem Szenario würde Gold zumindest kurzfristig als „Krisenversicherung“ profitieren.

 

Notenbanken als Käufer von Gold

Zu den größten Käufern lt. dem World Gold Council von Gold zählten 2019 die Notenbanken der Türkei (159 Tonnen), Russland (158 Tonnen), Polen (100 Tonnen), China (95,8 Tonnen) Kasachstan (35 Tonnen) und Indien mit 32,7 Tonnen. Ein Fortsetzen der Notenbankinvestments in Gold ist für den Goldpreis unterstützend, außerdem gelten Zentralbanken als langfristige Investoren.  

 

Physisches Gold: Schmuck, Barren und Goldmünzen

Die global hohe Nachfrage nach Schmuck, Barren und Goldmünzen ist auch durch das niedrige Zinsniveau bestimmt, der asiatische Goldmarkt könnte hier allerdings höhere Volatilität zeigen, weil in Krisen auch Bestände veräußert werden bzw. werden müssen.

 

Gold-ETF („Exchange traded Fund“) und Investmentgold
Das erhöhte Volumen von „physisch gedeckten Zertifikaten“ führt direkt zu Goldkäufen, während ETF´s oft durch Futures abgebildet werden. Generell ist aber eine Zunahme dieses „Investmentgolds“ positiv für den physischen Goldmarkt, während große Abflüsse negativ auf den Goldmarkt wirken.

 

Insgesamt könnte 2020 ein weiteres positives Jahr für Gold werden. Die Rahmenbedingungen sind „pro Gold“. Allerdings ist im aktuellen Umfeld auch mit stärkeren Schwankungen zu rechnen. Entscheidend ist die individuelle Beratung zum Thema Gold – unsere KundenberaterInnen stehen Ihnen gerne zur Verfügung!

 

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