17.01.2023 ‐ Privatkunden

Achtung! Erhöhtes Aufkommen von Betrugsversuchen

Vor und nach der Weihnachtszeit sind erfahrungsgemäß die kriminellen Aktivitäten von BetrügerInnen im Internet und am Telefon am stärksten. Wir bitten Sie daher, allgemein vorsichtig zu sein und auf folgende, aktuelle Betrugsmuster besonders achtzugeben.

Phishing SMS   Falsche Oberbank-MitarbeiterInnen   Betrügerische E-Mails   Telefonanruf und Phishing-Mail   Falsche Microsoft-MitarbeiterInnen   Enkeltrick   Falsche PolizistInnen   Schadsoftware „Godfather“

Phishing SMS

Aktuell sind Phishing-SMS im Umlauf, die vorgeben von der Oberbank zu stammen. Die BetrügerInnen geben sich dabei als Helpdesk der Oberbank aus und fordern Sie auf per WhatsApp Kontakt aufzunehmen. Kommen Sie dieser Aufforderung keinesfalls nach. Die Oberbank versendet keine derartigen Nachrichten per SMS / WhatsApp.

 

Falsche MitarbeiterIn der Oberbank

Aktuell werden betrügerische Anrufe getätigt, wobei die Rufnummer der Oberbank angezeigt wird. Die AnruferInnen geben sich dabei als MitarbeiterIn der Oberbank aus.
Im Zuge des Gespräches wird behauptet, dass per Fernwartung Einstellungen am Kundengerät vorgenommen werden müssen. Dazu wollen die BetrügerInnen von einem entfernten Standort die Steuerung Ihres Computers übernehmen.


Kommen Sie dieser Aufforderung keinesfalls nach! Die Oberbank führt keine unaufgeforderten Telefonanrufe durch, um eine Fernwartung am Kundengerät vorzunehmen. Eine Fernwartung auf Ihrem Gerät wird nur auf Ihren eigenen, vorherigen Wunsch durchgeführt, niemals unaufgefordert.
Des Weiteren müssen auch keine Gelder von Ihrem Konto sichergestellt oder verschoben werden. Geben Sie keine Transaktionen oder Ähnliches in der Security-App frei, die Sie nicht selbst beauftragt haben.


Achten Sie im Zuge von Telefongesprächen, insbesondere mit Fremden, auf folgende Hinweise:

  • Beenden Sie bei Betrugs-Verdacht die Kommunikation und legen Sie sofort auf. Hören Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl. Kommt Ihnen etwas komisch vor, ist es meistens auch so.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Kriminelle sind geübte VerhandlungsexpertInnen. Sie drohen, schmeicheln oder versprechen Ihnen alles Mögliche, um an Ihr Geld zu kommen.
  • Geben Sie telefonisch keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen oder Passwörtern preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Überweisen Sie an keine Ihnen unbekannte Kontoverbindung.

 

Betrügerische E-Mails

Es sind aktuell Phishing-Mails im Namen der Oberbank AG im Umlauf. Dabei handelt es sich um betrügerische E-Mails, deren Absender nicht die Oberbank AG ist.
Phishing-Mails zielen darauf ab, Sie dazu zu bewegen, persönliche Daten, etwa auf einer gefälschten Website, bekanntzugeben und sich durch das Erlangen dieser Information auf Ihre Kosten zu bereichern.


Folgende Szenarien sind dabei bekannt:

  • Ein neues Bankdokument (Kontoauszug, …) liegt vor
  • Eine Umstellung des Sicherheitssystems ist erfolgt und benötigt Ihre Freigabe
  • Sie haben bei einem Gewinnspiel gewonnen

 

Beachten Sie daher folgende Hinweise:

  • Prüfen Sie den Absender einer E-Mail genau
  • Achten Sie auf Schreib- und Grammatikfehler
  • Achten Sie auf sichere Websites, welche durch https:// gekennzeichnet sind
  • Klicken Sie auf keine Links oder Attachments in E-Mails dubioser Herkunft
  • Übermitteln Sie auf keinen Fall vertrauliche Informationen wie zum Beispiel Passwörter

 

Variante mit Telefonanruf und Phishing-Mail

Es sind Varianten bekannt, wo Telefonanrufe mit Phishing-Mails kombiniert werden. Sie werden dabei im Namen der Oberbank angerufen, wobei die Kriminellen eine (Phishing-)Mail ankündigen. Sie sollen dann auf einen Link in der (Phishing-)Mail klicken, der Sie auf eine gefälschte, aber echt aussehende Oberbank-Website weiterleitet. Dort sollen Sie Ihre Banking-Zugangsdaten eingeben, wodurch die Kriminellen sofort Zugang zu Ihrem Kundenportal erhalten. Haben sich die Kriminellen in Ihr Kundenportal oder Banking-App eingeloggt, so führen sie Transaktionen durch, die Sie in der Security-App freigeben sollen. Kommen Sie diesen Anforderungen auf gar keinen Fall nach!

 

MitarbeiterIn von Microsoft-Support

Tech-Support-Betrug ist ein branchenweites Problem, bei dem BetrügerInnen Angsttaktiken verwenden, um angeblich Geräte- oder Softwareprobleme zu beheben, die nicht vorhanden sind.
Im besten Fall wollen die BetrügerInnen von Ihnen bezahlt werden, um ein nicht vorhandenes Problem mit Ihrem Gerät oder Ihrer Software zu "beheben". Im schlimmsten Fall versuchen sie, Ihre persönlichen oder finanziellen Informationen zu stehlen. Wenn Sie ihnen erlauben, mittels Fernzugriff die Kontrolle über Ihr Gerät zu erlangen, werden oft Schadsoftware, Ransomware oder andere unerwünschte Programme installiert, die Ihre Informationen stehlen oder Ihre Daten beziehungsweise Ihr Gerät beschädigen können.
Microsoft sendet keine unerwünschten E-Mails und führt keine unerwünschten Anrufe durch, um persönliche oder finanzielle Informationen anzufordern oder um Support für Fehler auf Ihrem Computer anzubieten.

 

Enkeltrick

Bei dieser Betrugsmasche gibt der/die BetrügerIn meist älteren Personen vor, ein naher Verwandter oder gute/r Bekannte/r zu sein, welcher sich in akuter Geldnot befindet. Sie werden unter Druck gesetzt, damit Sie möglichst zeitnah Geld überweisen oder beheben, um dem/der vermeintlichen Verwandten / Bekannten aus der finanziellen Misere zu helfen. Folgende Varianten sind dabei bekannt:

 

  • Verwandte/r bzw. Angehörige/r wurde in einen schweren Unfall verwickelt und die Rettungskräfte / Ärzte brauchen dringend Geld, um Medikamente / medizinisches Gerät zu besorgen.
  • Verwandte/r bzw. Angehörige/r wurde von der Polizei festgenommen und die BeamtInnen wollen eine Kaution haben. Im Hintergrund hört man zumeist ein Weinen, um die Situation realistischer darzustellen.
  • Das alte Mobiltelefon ist beschädigt, deswegen werden Sie via WhatsApp von einer neuen Nummer angeschrieben. Da beim „neuen“ Mobiltelefon das Telefonieren nicht funktioniert (zumeist ist das Mikrofon & Kamera kaputt), wird nur im Chat geschrieben. Dabei müssen die Rechnungen der vermeintlichen Verwandten / Angehörigen schnellstmöglich beglichen werden, da ansonsten Verzugszinsen oder Gebühren anfallen würden.


Die einfachste Möglichkeit, um diesen Betrug aufzudecken, ist es, Kontakt mit Ihrem/Ihrer Verwandten / Angehörigen aufzunehmen, indem Sie bei der alten Telefonnummer anrufen. Seien Sie nicht verunsichert, falls dieser vorerst nicht abhebt. Kontaktieren Sie andere Verwandte, NachbarInnen oder Freunde, um die Situation gemeinsam abzuschätzen.

 

Falsche PolizistInnen

Bei der Betrugsmasche „Falsche/r PolizistIn“ geben sich BetrügerInnen am Telefon als PolizistInnen aus und erfragen unter Vorwänden Ihre finanziellen Verhältnisse. Dabei sind zwei Varianten bekannt:

 

  • Geld- und Wertsachen sind zuhause nicht sicher. Deshalb werde ein/e PolizistIn in Zivil vorbeikommen, um die Gegenstände abzuholen und „in Sicherheit“ zu bringen. Sie sollen Ihre Ersparnisse diesem/dieser Fremden übergeben.
  • Auch auf der Bank sind Geld und Wertsachen nicht sicher und fordern Sie dazu auf, möglichst am gleichen Tag Konto und Depot zu räumen, um es nach Hause zu holen. Dort sollen Sie es ebenfalls einem/einer Unbekannten übergeben, der/die sich als PolizistIn in Zivil ausgibt. Möglich ist hier auch die Variante, dass Sie Ihr Geld am Konto bei (Online-) SchmuckhändlerInnen in Gold und Wertgegenstände (Schmuck, Juwelen, …) eintauschen sollen und diese nach Lieferung an den/die falsche/n PolizistIn übergeben.

 

Die TäterInnen setzen Sie dabei unter Druck: Sie fordern Sie zu höchster Verschwiegenheit auf und drängen Sie dazu, permanent mit ihnen zu telefonieren, sodass Sie weder Angehörige noch die echte Polizei informieren können. Die BetrügerInnen wollen jeden Ihrer Schritte überwachen. Falls Sie misstrauisch reagieren, versuchen die TäterInnen Sie einzuschüchtern, zum Beispiel mit dem Hinweis, Sie behindern eine polizeiliche „Aktion“. Wollen Sie sich an die echte Polizei wenden, wird diese als korrupt diffamiert.

 

  • Beenden Sie bei Verdacht die Kommunikation und legen Sie sofort auf. Hören Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl. Kommt Ihnen etwas komisch vor, ist es meistens auch so.
  • Die Polizei wird Sie niemals anrufen, um Ihr Geld / Ihre Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen.
  • Die Polizei wird Sie niemals mit der Notrufnummer 133 anrufen.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Geben Sie telefonisch keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen oder Passwörtern preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.

 

Schadsoftware „Godfather“

„Godfather“ ist eine Schadsoftware, die Geräte mit dem Betriebssystem Android infiziert und gefälschte Banking-Websites anzeigt, um die Anmeldedaten von Benutzern aufzuzeichnen. Die Software ist auch in der Lage, täuschend echte Benachrichtigungen zu verschicken, die üblicherweise der Freigabe von Überweisungen und Logins dienen. Halten Sie Ihr Mobilgerät aktuell und laden Sie nur Apps vom Play-Store herunter. Prüfen Sie auch jedes Mal die Berechtigungen Ihrer Apps.

 

Kommt Ihnen eine Situation verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich Ihre/n Oberbank-KundenberaterIn.

 

Internetbanking-Hotline:
AT: +43 732 / 7802 - 32128

DE: +49 89 / 559 89 - 255
Mail: ebanking@oberbank.at
Mo - Fr: 8:00 - 17:00 Uhr